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Die Jazzsektion (Tschechisch: Jazzová sekce) ist eine der ältesten nicht kommerziellen Organisationen in der Tschechischen Republik (gegründet 1971). Sie widmet sich der Propagierung moderner Kunst, insbesondere Jazz, Literatur, Ausstellungen moderner Kunst und Dokumenten aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts.

In der kommunistischen Ära gehörte sie zu den zahlenmäßig stärksten Initiatoren des politischen Widerstands. Sie hatte Zigtausende Mitglieder und Anhänger. Sie veranstaltete Konzerte moderner Musik, gab für ihre Mitglieder unzensierte Literatur heraus, organisierte philosophische Vorlesungen und vereinigte vom politischen Regime unabhängige Kulturfreunde.

Sie wurde vom kommunistischen Regime verboten, und die Leitung der Jazzsektion wurde zu Haftstrafen verurteilt. Auf die polizeiliche Repression reagierten Intellektuelle und Bürger beinahe aus der ganzen Welt mit Unterschriftenaktionen, die die größten unterm Kommunismus in der Tschechoslowakei waren.

Nach dem demokratischen Umsturz Ende des Jahres 1989 setzte die Jazzsektion ihre gemeinnützigen kulturellen Aktivitäten fort und unterstützte auch die Durchsetzung von Humanismus und Menschenrechten in der Welt.

Mit der Ausstrahlung des Internetradios Hortus (Garten), das sich Jazz, moderner Klassik, Poesie, der Zeit der Beat Generation und der Verbreitung nicht kommerzieller Kunst widmet, begann die Jazzsektion im Jahr 2002. Adresse: www.radiohortus.cz

Die Jazzsektion erhielt viele Preise und staatliche Auszeichnungen. All ihre Aktivitäten entfaltet sie ohne bezahlte Beschäftigte und ohne finanzielle Unterstützung des Staates. Sie ist ganz von den freiwilligen Beiträgen von Freunden aus der ganzen Welt abhängig.

1986 – 1987

 

 

1.Auflage Bremen, September 2016,

ISBN 978-3-00-0539-6

Rudiger Ritter, Martina Winkler, Universitat Bremen, Institut fur Geschichswissenschaft

   

PRAG – EXHIBIT 2016

     

 

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